13. April 2022

Heute war ein ruhiger Tag. Wir mussten heute ja auch keine längere Strecken fahren. Um genau zu sein hatte der Golf heute komplett frei… Direkt um die Ecke vom Hotel ist ein kleiner Diner, und da haben wir erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Dann ging’s zu Fuß auf Sightseeing Tour.
Wir wohnen hier am Reynolds Square in Savannah echt günstig, denn es sind nur ein paar Schritte und man ist am Fluss. Ähnlich wie Charleston ist auch Savannah eine Hafen- und Handelsstadt und der Savannah River spielt hier eine große Rolle. Das Ufer, früher mal – wie in so vielen Städten eine ziemlich heruntergekommene Gegend – ist zu einer schönen Promenade gestaltet worden. Am Savannah River Walk findet man Restaurants, Cafés, Souvenirshops, sonstige Geschäfte, aber auch Hotels und Büros. Schön gemacht und ideal zum spazieren gehen. Das haben wir dann auch gemacht, in sehr gemütlichem Tempo und mit Kaffeepause zwischen durch und auch Zeit um mal einfach nur da zu sitzen und auf den Fluss zu kucken (und für Saki ne Zigarette zu rauchen…). Böötchenstouren haben wir uns allerdings gespart, und der gefakte Raddampfer, der in Südstaatenstädten am Fluss schon zum guten Ton gehört, macht zur Zeit nur Dinner-Fahrten.
Zur Siesta waren wir wieder im Hotel, denn Saki war nicht richtig fit. Den Nachmittag haben wir also ganz ruhig angehen lassen und sind nur noch hier in der Gegend ums Hotel ein bisschen durch die Straßen von Savannah spaziert. Man muss ehrlich sagen: Die Stadt hat richtigen Südstaatencharme. Viele alte Häuser, Parks und Plätze mit altem Baumbestand und Denkmälern drauf und das alles als Teil eines schachbrettartigen Straßenmusters. Schon schön. Einerseits.
Andererseits ist Savannah aber auch ziemlich knüselig. In jedem Park liegen Obdachlose… Was auch nicht hilft, ist das sogenannte „Open Container Law“, das hier in Savannah gilt. Das bedeutet, dass man mit offenen alkoholischen Gefäßen durch die Straßen gehen darf. Oder auf gut deutsch: legal auf offener Straße trinken. Der Kölner kennt ja das Wegbier, was ja auch schon für einige Diskussionen gesorgt hat. Hier in den USA, wo das mit dem Alkohol sehr viel strenger gesehen wird als bei uns, ist das „Open Container Law“ von Savannah schon fast etwas ruchloses. Und natürlich findet man das cool und man trifft die Touristen hier durchaus mit nem Plastikbecher Bier oder nem Cocktail in der Hand auf der Straße. Das macht natürlich auch den Obdachlosen im Vergleich zu vielen anderen Städten das Leben einfacher. Es gibt echt viele Penner. Insgesamt hat Savannah also nicht den besten Ruf, was Sicherheit angeht.
Ich hatte ja 1999 sowohl Charleston als auch Savannah besucht und hatte mir damals ein Urteil gebildet. Ich war gespannt ob es 23 Jahre später noch Bestand haben würde. Es hat: Charleston ist die deutlich schönere Stadt mit dem besseren Flair. In Charleston gefällt es mir einfach besser. Trotzdem hat mir der Besuch hier Savannah nicht leid getan, und für Saki ist hier ja sowieso alles neu.
Morgen geht es zurück nach Atlanta. Vorher werden wir aber noch ein bisschen Sightseeing hier in Savannah machen.
Als Foto des Tages gibt es heute eine Ansicht vom Savannah Riverwalk.



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