17. August 2026
Der gestrige Wetterbericht für Glasgow und Umgebung war akkurat. Im Moment regnet es vom Himmel hoch. Der Morgen war bedeckt aber noch trocken, im Verlauf des Nachmittags hat’s angefangen zu tröpfeln und jetzt fetter Regen. Ich wünschte ich könnte das Wetter morgen mit nach Mitteleuropa bringen.
Der Handywecker ging heute morgen um viertel nach sechs… und irgendwie habe ich mich den Rest des Tages davon nicht richtig erholt. Warmes Frühstück gab es zu dieser frühen Stunde im Hotel noch nicht. So mussten halt zwei Scheiben Toast reichen.
Zum Flughafen fahren, den Fiat abstellen und das Gepäck aufgeben, war eine Sache von wenigen Minuten. Heute morgen schien die Sonne in Stornoway, wie Ihr im ersten Bild des Tages sehen könnt. Was Ihr auch seht, das ist das fette Kreuzfahrtschiff, das heute morgen in Stornoway eingelaufen ist. Hätte nicht gedacht, dass überhaupt Kreuzfahrtschiffe auf die Western Isles kommen. Jedenfalls bin ich froh, dass ich dem Ansturm nicht begegnet bin. Der Flügel im Bild gehört übrigens dem Embraer ERJ-145 der Loganair mit der Registrierung G-SAJF, der mich letzte Woche nach Stornoway gebracht und heute wieder abgeholt hat.
Der Flug war kurz und knackig aber von dem schönen Wetter auf Lewis and Harris ist bis zum Festland nicht mehr viel übrig geblieben. Dicke Wolken, und wie oben schon gesagt, war Regen angekündigt. EIGENTLICH hatte ich heute nen Spotter-Tag eingeplant und mir daher auch schon ein Auto für den Tag gemietet. Angesichts der Wettervorhersage habe ich das dann aber storniert und ein bisschen überlegt, was ich mit dem Tag anfangen sollte. Glasgow liegt ja nur ein bisschen den Fluss rauf.
Nach der Landung in Glasgow Abbotsinch hatte ich schnell den Sammy wieder und bin mit ihm zum Holiday Inn Express marschiert, wo ich – Freude über Freude – schon ein Zimmer haben konnte, um kurz nach 10 morgens. Besser geht’s nicht. Und was soll ich sagen? Ich hab mich erstmal ein bisschen hingelegt… *lach…
Gegen Mittag habe ich mich dann auf den Weg gemacht zum Riverside Museum, das ich für’s heutige Besichtigungsprogramm auserkoren hatte. Vor elf Jahren war mein Urteil über Glasgow eher negativ ausgefallen (wie man im Reiselogbuch Orkneys und Shetlands nachlesen kann), aber es hat sich schon einiges verändert, nicht zuletzt ich mich selbst. Der ÖPNV ist dank Google Maps und kontaktlosem Zahlen per Kreditkarte deutlich besser zu handhaben, als er es 2015 für mich war. Die Fahrt mit dem Bus und der anschließende viertelstündige Fußmarsch zum Museum zeigten, dass Glasgow keine Touri-Stadt ist. Hier wird gelebt und gearbeitet, wie schon vor 200 Jahren. Die Spuren der industriellen Vergangenheit sieht man überall, aber ich finde es heute deutlich sympathischer als vor elf Jahren. Ich glaube auch, weil mein eigener Blick auf solche Zusammenhänge sich verändert hat. Unter diesen Umständen war es fast schade, dass ich auf Grund des am Nachmittag einsetzenden Regens nicht noch ins Stadtzentrum gefahren bin.
Das Riverside Museum liegt am Nordufer des River Clyde, der Lebensader der Stadt Glasgow. Man sieht’s auf der linken Seite im zweiten Bild. Der Clyde ist hier kein Riesenfluss und die Werften, wo Schiffe wie die RMS Lusitania, die HMS Hood, die RMS Queen Mary oder die Queen Elizabeth II das Licht der Welt erblickten, liegen weiter flussabwärts. Das Riverside Museum ist ein Technikmuseum. Fast alles, was mit Technik und Glasgow zu tun hat wird hier präsentiert. Nur die Luftfahrt kommt etwas zu kurz, aber Glasgow ist schließlich auch nicht für seine Verbundenheit mit der Luftfahrt bekannt. Die Sammlung des Riverside Museums ist ein wahres Sammelsurium. Was auf den ersten Blick sehr chaotisch aussieht, hat auf den zweiten den Vorteil, dass man sich selber auf die Suche nach den Ausstellungsstücken macht, die einen interessieren. In meinem Fall waren das die Schiffe oder vielmehr Schiffsmodelle und die Lokomotiven. Mit den Fahrrädern, Motorrädern, Autos, Werkzeugen oder Kleidern konnte ich nicht so viel anfangen.
Draußen hatte es inzwischen angefangen zu regnen und so hab ich beschlossen, wieder ins Hotel zurückzufahren und mir einen gemütlichen Restnachmittag zu machen. Wieder war das Busfahren kein Problem, inklusive Umsteigen, genau wie von Google Maps angesagt.
Jaaaaa, und damit neigt sich mein Sommerabenteuer 2026 rapide dem Ende zu. Morgen früh geht es erst nach Amsterdam und dann weiter nach D’dorf. Mal kucken, was ich dann als Bild(er) des Tages auswähle, aber natürlich bekommt Ihr morgen einen letzten Logbucheintrag mit dem Fazit der Tour.
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