Reiselogbuch - 2013 Panama


23. März 2013

Heute hat sie begonnen, die Reisesaison 2013. Ich bin in Panama... *freu...
Tja, was soll ich sagen? Der Tag heute bestand nur aus Fliegen. Sind ja immerhin über 11 Stunden von Amsterdam nach Panama City. Um kurz vor sechs hat mich mein Vater nach Düsseldorf zum Flughafen gebracht und um kurz vor halb 9 war ich auf dem Weg nach Amsterdam. Der Langstreckenflug war eher unspektakulär. Das Essen an Bord war allerdings echt gut.
Panama City liegt auf der pazifischen Seite des Isthmus von Panama und entsprechend fliegt man erst über das ganze Land drüber bevor man dort landet. Panama ist übrigens  nicht besonders groß. Das hat es mit den meisten Ländern Mittelamerikas gemeinsam. Meine letzte Begegnung mit Mittelamerika ist ja inzwischen fast zehn Jahre her. Im Herbst 2003 habe ich Costa Rica erobert und seit dem war ich nicht mehr hier in diesem Teil der Welt.
Einreise und Gepäck abholen ging problemlos und dann bekam der Tourplan den ersten Schluckauf. Eigentlich sollte mich hier am Flughafen jemand von Ancon Expeditions erwarten, der mir die Unterlagen für die ganzen über Ancon gebuchten Programmteile geben sollte. Ich war zwar auf lateinamerikanische Verhältnisse eingestellt, aber als nach anderthalb Stunden warten immer noch keiner von Ancon aufgekreuzt war und es draußen dunkel wurde, habe ich mich in ein Taxi gesetzt und zum Hotel bringen lassen. Das war über booking.com reserviert und folglich alles kein Problem.
Ziemlich grummelig kam ich also im Hotel an, denn das Programm ist eng gestrickt und der erste Tour-Baustein schon morgen. Ganz zu schweigen von dem Inlandsflug am Montag.
Um die Geschichte abzukürzen: nach ein bisschen rumtelefonieren und mit Unterstützung der Rezeption vom Hotel ist jetzt alles geregelt. Morgen früh geht’s los zur ersten Expedition in Panama :-) Ich bin mal gespannt und werde natürlich morgen Abend berichten.
Und nun zum Bild des Tages: das entstand nur ein, zwei Minuten vor der Landung in Tocumen, dem internationalen Flughafen von Panama City. Wie man sieht gibt es etliche Hochhäuser in der Stadt und schon allein durch die Lage am Meer ist der Unterschied zu San Jose, Costa Rica, sehr deutlich.
Zum Schluss bleibt mir nur noch die Standard-Bitte um eine kurze Rückmeldung, ob das Logbuch samt Bild in lesbarer Form bei Euch angekommen ist. Morgen erzähle ich dann ausführlicher.


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23. März 2013

 

Heute hat sie begonnen, die Reisesaison 2013. Ich bin in Panama... *freu...

Tja, was soll ich sagen? Der Tag heute bestand nur aus Fliegen. Sind ja immerhin über 11 Stunden von Amsterdam nach Panama City. Um kurz vor sechs hat mich mein Vater nach Düsseldorf zum Flughafen gebracht und um kurz vor halb 9 war ich auf dem Weg nach Amsterdam. Der Langstreckenflug war eher unspektakulär. Das Essen an Bord war allerdings echt gut.

Panama City liegt auf der pazifischen Seite des Isthmus von Panama und entsprechend fliegt man erst über das ganze Land drüber bevor man dort landet. Panama ist übrigens nicht besonders groß. Das hat es mit den meisten Ländern Mittelamerikas gemeinsam. Meine letzte Begegnung mit Mittelamerika ist ja inzwischen fast zehn Jahre her. Im Herbst 2003 habe ich Costa Rica erobert und seit dem war ich nicht mehr hier in diesem Teil der Welt.

Einreise und Gepäck abholen ging problemlos und dann bekam der Tourplan den ersten Schluckauf. Eigentlich sollte mich hier am Flughafen jemand von Ancon Expeditions erwarten, der mir die Unterlagen für die ganzen über Ancon gebuchten Programmteile geben sollte. Ich war zwar auf lateinamerikanische Verhältnisse eingestellt, aber als nach anderthalb Stunden warten immer noch keiner von Ancon aufgekreuzt war und es draußen dunkel wurde, habe ich mich in ein Taxi gesetzt und zum Hotel bringen lassen. Das war über booking.com reserviert und folglich alles kein Problem.

Ziemlich grummelig kam ich also im Hotel an, denn das Programm ist eng gestrickt und der erste Tour-Baustein schon morgen. Ganz zu schweigen von dem Inlandsflug am Montag.

Um die Geschichte abzukürzen: nach ein bisschen rumtelefonieren und mit Unterstützung der Rezeption vom Hotel ist jetzt alles geregelt. Morgen früh geht’s los zur ersten Expedition in Panama :-) Ich bin mal gespannt und werde natürlich morgen Abend berichten.

Und nun zum Bild des Tages: das entstand nur ein, zwei Minuten vor der Landung in Tocumen, dem internationalen Flughafen von Panama City. Wie man sieht gibt es etliche Hochhäuser in der Stadt und schon allein durch die Lage am Meer ist der Unterschied zu San Jose, Costa Rica, sehr deutlich.

Zum Schluss bleibt mir nur noch die Standard-Bitte um eine kurze Rückmeldung, ob das Logbuch samt Bild in lesbarer Form bei Euch angekommen ist. Morgen erzähle ich dann ausführlicher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

24. März 2013

Mein erster Tag in Panama und ich kann Euch sagen, der hatte es schon total in sich. Das zeigt sich unter anderem an den Problemen, die ich hatte, das Bild des Tages auszuwählen. Aber von vorne:
Wecken war heute morgen um 6:30, wobei man nicht wirklich von wecken reden kann. Ich war jetlag-bedingt schon wach. Am Telefon hatte mir ein Mitarbeiter von Ancon Expeditions eine Abholzeit von 7:45 angekündigt, so dass ich eigentlich noch gemütlich hier im Hotel hätte frühstücken können. Das hier ist aber Mittelamerika und hier ist alles etwas unberechenbarer. Normalerweise drückt sich das ja in Unpünktlichkeit oder – wie gestern Abend – in Nichterscheinen aus, aber heute morgen stand der Tourbus um 7:15 vor'm Hotel. Von wegen also gemütlich frühstücken.
Auf dem Programm stand heute eine Erkundung der den Panama-Kanal umgebenden Dschungel vom Boot aus. Mit einem zwanzigminütigen Zwischenstopp um noch weitere Gäste einzuladen waren wir insgesamt ne Dreiviertelstunde unterwegs von meinem Hotel zur Anlegestelle der Tourboote in Gamboa. Die Truppe bestand aus zwei amerikanischen Familien, einem dänischen Ehepaar, unserem panamaischen Tourguide Victor, dem Captain des Bootes... und mir natürlich.
Ich muss jetzt erst mal was zum Panama-Kanal erzählen. Jedes Kind hat davon gehört, aber ich glaube die meisten von Euch denken dabei eher an etwas, was dem Rheinseitenkanal oder holländischen Kanälen entspricht. Anfang des 20. Jahrhunderts, als es darum ging, den Isthmus von Panama per Schiff zu überbrücken, hatte man auf Grund der Topographie die Idee, statt auf Meereshöhe einen Kanal vom Atlantik zum Pazifik zu graben, einen Stausee in der Mitte des Isthmus von Panama anzulegen und diesen mit Schleusensystemen und Durchstichen mit den beiden Ozeanen zu verbinden. Der Spiegel des Sees, der auf diese Weise entstand, der Gatun Lake, liegt 26m über dem Meeresspiegel. Schiffe, die den Kanal durchqueren, werden in drei Stufen auf diese Höhe gehoben, beziehungsweise von dieser Höhe wieder abgesenkt. Dazu gibt es an der Atlantik-Seite die Gatun Locks, mit drei Stufen, und auf der Pazifik-Seite die Miraflores Locks mit zwei und die Pedro Miguel Locks mit einer Stufe. Der See wird durch den Chagres River gespeist und er ist im Südosten durch den Gaillard Cut (= Durchstich) mit dem Pazifik verbunden.
Der Gatun Lake ist rings um vom Dschungel umgeben und auch im See selber finden sich etliche Inseln, die früher mal die Gipfel von Hügeln waren und die immer noch mit dichtem Regenwald bestanden sind. Und da gab's heute Safari. Das erste Tier, ein Dreizehen-Faultier, hatten wir allerdings schon vor Erreichen der Anlegestelle vor die Linsen gekriegt. Es folgten dann während unserer dreistündigen Bootssafari noch Kapuzineraffen, Brüllaffen, und ein junges Krokodil – man mag's nicht glauben, aber im Panama-Kanal gibt es Spitzkrokodile und Krokodilkaimane. Aus diesem Grund ermahnte uns Victor auch, nicht die Hände ins Wasser zu halten. Außerdem schafften es noch einige Wasserschildkröten und ein Leguan auf die Liste. Und natürlich etliche Vogelarten. Eine richtig schöne Dschungelsafari also, die mich sehr an meine Amazonas-Tour 2008 erinnert hätte, wenn, ja wenn da nicht noch die den Kanal durchquerenden Ozeanriesen ein surrealistisches Element reingebracht hätten. Alle Nase lang schob sich wieder ein Schiff in den Sucher der Kamera. Einfach der Hammer. Und damit wären wir dann auch beim Bild des Tages. Ein Frachtschiff auf dem Weg zum Pazifik, eingerahmt von den grünen Inseln des Gatun Lake, und darüber kreist ein Schneckenmilan. Beschreiben lässt sich das alles eigentlich kaum, zumindest nicht in dem Platz, der mir hier zur Verfügung steht. Ich fand's einfach nur super.
Ein frühes Mittagessen gab's als Picknick auf einer dieser Inseln, und nach gut drei Stunden Tour waren wir wieder in Gamboa. Aber es folgte noch ein weiterer Höhepunkt: das Besucherzentrum der Miraflores Locks, wo der Panama-Kanal erklärt wird und man darüber hinaus von verschiedenen Aussichtsplattformen dem Betrieb zukucken kann. Leider war's dort heute rappelvoll. War halt Sonntag. Deshalb überlege ich zur Zeit, ob ich nicht an einem der Tage, die ich hier in Panama City habe, noch mal auf eigene Faust zu den Miraflores Locks fahren und mir das alles mit mehr Ruhe ankucken soll. Stoff für nen kompletten Logbucheintrag gäbe es da allemal. Mal kucken.
Tja, Ihr seht dass es mir hier kein bisschen langweilig wird. Morgen kommt dann auch schon der erste Abschied von Panama City. Um neun Uhr geht mein Flieger vom Inlandsflughafen Albrook nach David, der zweitgrößten Stadt von Panama, für meine fünftägig Exkursion ins Hochland an der Grenze zu Costa Rica. Aber an Karfreitag bin ich abends wieder hier.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt’s allerdings. Ich denke nach den Ferien ist die Anschaffung eines neuen Spiegelreflexkamera-Bodys fällig. Die Sensorflecken sind gradezu explodiert und für ne 4 Jahre alte Kamera lohnt es sich nicht wirklich, nochmal 100 Euro in eine Grundreinigung zu stecken. Hmmmmm... war zwar eigentlich für dieses Jahr noch nicht vorgesehen als Anschaffung aber hilft nix. Zum Glück ist hier in Panama kein Plane Spotting geplant.

P.S. Auf Grund der zahlreichen Nachfragen: Es riecht hier nicht nach Bananen ;-)


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23. März 2013

 

Heute hat sie begonnen, die Reisesaison 2013. Ich bin in Panama... *freu...

Tja, was soll ich sagen? Der Tag heute bestand nur aus Fliegen. Sind ja immerhin über 11 Stunden von Amsterdam nach Panama City. Um kurz vor sechs hat mich mein Vater nach Düsseldorf zum Flughafen gebracht und um kurz vor halb 9 war ich auf dem Weg nach Amsterdam. Der Langstreckenflug war eher unspektakulär. Das Essen an Bord war allerdings echt gut.

Panama City liegt auf der pazifischen Seite des Isthmus von Panama und entsprechend fliegt man erst über das ganze Land drüber bevor man dort landet. Panama ist übrigens nicht besonders groß. Das hat es mit den meisten Ländern Mittelamerikas gemeinsam. Meine letzte Begegnung mit Mittelamerika ist ja inzwischen fast zehn Jahre her. Im Herbst 2003 habe ich Costa Rica erobert und seit dem war ich nicht mehr hier in diesem Teil der Welt.

Einreise und Gepäck abholen ging problemlos und dann bekam der Tourplan den ersten Schluckauf. Eigentlich sollte mich hier am Flughafen jemand von Ancon Expeditions erwarten, der mir die Unterlagen für die ganzen über Ancon gebuchten Programmteile geben sollte. Ich war zwar auf lateinamerikanische Verhältnisse eingestellt, aber als nach anderthalb Stunden warten immer noch keiner von Ancon aufgekreuzt war und es draußen dunkel wurde, habe ich mich in ein Taxi gesetzt und zum Hotel bringen lassen. Das war über booking.com reserviert und folglich alles kein Problem.

Ziemlich grummelig kam ich also im Hotel an, denn das Programm ist eng gestrickt und der erste Tour-Baustein schon morgen. Ganz zu schweigen von dem Inlandsflug am Montag.

Um die Geschichte abzukürzen: nach ein bisschen rumtelefonieren und mit Unterstützung der Rezeption vom Hotel ist jetzt alles geregelt. Morgen früh geht’s los zur ersten Expedition in Panama :-) Ich bin mal gespannt und werde natürlich morgen Abend berichten.

Und nun zum Bild des Tages: das entstand nur ein, zwei Minuten vor der Landung in Tocumen, dem internationalen Flughafen von Panama City. Wie man sieht gibt es etliche Hochhäuser in der Stadt und schon allein durch die Lage am Meer ist der Unterschied zu San Jose, Costa Rica, sehr deutlich.

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26. März 2013

Was soll ich sagen? Es regnet in Boquete. Heute Nachmittag fingen die Schauern an und auch jetzt hält es sich dran. Man sieht die dicken Wolken über den Kamm der Zentralamerikanischen Kordillere ziehen und sie bringen Wasser aus der Karibik. Ich liege mit dem Laptop in der Hängematte vor meinem Zimmer, die Temperaturen reichen noch für kurze Hosen, aber ich habe sicherheitshalber mal ein Jäckchen angezogen. Man will sich ja nicht erkälten. So - und jetzt zum Tagesbericht.
Ein Gutes hat der Jetlag ja. Das frühe Aufstehen fällt nicht wirklich schwer. Mein Wecker war auf kurz vor sechs gestellt, damit ich mit dem Hellwerden zu meiner Ein-Mann-Vogel-Pirsch aufbrechen konnte. Den Wecker habe ich nicht gebraucht. Nach dem Duschen aber ohne Frühstück ging's los, auf anständigen Wanderwegen durch den Urwald auf der Suche nach Vögeln, allen voran natürlich nach einem Quetzal. Der Quetzal ist unter anderem der Nationalvogel von Guatemala und nur in Mittelamerika heimisch. Panama bietet mit die beste Gelegenheit, diesen Vogel zu sehen und die Finca Lerida bietet mit die beste Gelegenheit in Panama für Quetzals. Leider war mir das Birdwatcher-Glück heute nicht hold. Es gab zwar viele interessante und schöne neue Vögel zu sehen, aber der Quetzal machte sich, seinem Ruf entsprechend, rar. Hmmmm -  morgen ist ja auch noch ein Tag. Und übermorgen... und Donnerstag...
Gegen neun war ich wieder in der Finca und bin zum Frühstück gegangen. Das blieb leider deutlich hinter meinen Erwartungen zurück, die durch das leckere Abendessen geweckt worden waren. Aber es hat gereicht, um mich über den Tag zu bringen. Danach ging's erneut auf „Jagd“, dieses Mal direkt hier auf dem Gelände der Finca und die auserkorene Beute waren Kolibris. Womit wir beim Bild des Tages wären :-) Ich glaube viel muss ich dazu nicht sagen. Ihr seht einen weiblichen Scintillant Hummingbird. Die Dame ist grade mal so groß wie mein Daumen. Kolibris fotografieren ist nicht ganz so einfach. Man braucht viel Geduld, ein gutes Sonnenschutzmittel und auch Glück. Noch dazu war's heute, schon bevor es anfing zu regnen, windig und das ist nicht das beste Wetter zur Vogelbeobachtung. Interessanterweise waren die kleinen Kolibris deutlich weniger scheu als ihre größeren Vettern. Die fünf verschiedenen Kolibri-Arten, die ich hier bisher gesehen habe, reichen von Daumen- bis knapp Spatzengröße.
Nach der Mittagspause hatte ich mich zu einer Führung über die Kaffeeplantage angemeldet. Rolando, einer der Mitarbeiter hat uns alles sehr ausführlich gezeigt und erklärt. So habe ich unter anderem gelernt, dass ein Kaffeestrauch locker 120 Jahre alt werden kann. Wenn man ihn wachsen lässt, dann wird da ein richtiger mittelgroßer Baum draus und deswegen werden die Büsche gekappt. Außerdem werden die Büsche so nach fünfzehn bis zwanzig Jahren „müde“ (wie Rolando sich ausdrückte) und dann schneidet man sie kurz über dem Boden ab und aus dem Stumpf treiben dann neue Sträucher, die in vier bis fünf Jahren wieder kräftig Kaffeebeeren tragen. Natürlich gab es auch eine Verkostung der verschiedenen hier hergestellten Kaffeesorten (die Unterschiede haben mit der Verarbeitung zu tun) und zum Schluss bekam jeder noch ne Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen dazu.
Schon während der Führung waren wir ein paar Mal nass geworden. Zum Glück hatte ich nen Schirm dabei. Als ich nach dem Kaffee Richtung Zimmer unterwegs war regnete es immer noch und so habe ich mich entschlossen, heute keine weitere Vogelpirsch mehr zu unternehmen. Aber für morgen früh, um viertel nach sechs, ist nochmal eine Runde auf den Trails hier geplant. Ich hoffe die Quetzals halten sich bereit.
Morgen im Laufe des Vormittags steht dann aber auch schon die Weiterreise an. Es geht nach Guadalupe, auf der anderen Seite des Volcan Baru. Das ist mit fast 3500m der höchste Berg von Panama und der einzige nennenswerte Vulkan. In Guadalupe wohne ich in der Los Quetzales Eco Lodge und der Name stimmt mich ja schon recht zuversichtlich, dass es dann spätestens dort mit dem Quetzal klappt.



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23. März 2013

 

Heute hat sie begonnen, die Reisesaison 2013. Ich bin in Panama... *freu...

Tja, was soll ich sagen? Der Tag heute bestand nur aus Fliegen. Sind ja immerhin über 11 Stunden von Amsterdam nach Panama City. Um kurz vor sechs hat mich mein Vater nach Düsseldorf zum Flughafen gebracht und um kurz vor halb 9 war ich auf dem Weg nach Amsterdam. Der Langstreckenflug war eher unspektakulär. Das Essen an Bord war allerdings echt gut.

Panama City liegt auf der pazifischen Seite des Isthmus von Panama und entsprechend fliegt man erst über das ganze Land drüber bevor man dort landet. Panama ist übrigens nicht besonders groß. Das hat es mit den meisten Ländern Mittelamerikas gemeinsam. Meine letzte Begegnung mit Mittelamerika ist ja inzwischen fast zehn Jahre her. Im Herbst 2003 habe ich Costa Rica erobert und seit dem war ich nicht mehr hier in diesem Teil der Welt.

Einreise und Gepäck abholen ging problemlos und dann bekam der Tourplan den ersten Schluckauf. Eigentlich sollte mich hier am Flughafen jemand von Ancon Expeditions erwarten, der mir die Unterlagen für die ganzen über Ancon gebuchten Programmteile geben sollte. Ich war zwar auf lateinamerikanische Verhältnisse eingestellt, aber als nach anderthalb Stunden warten immer noch keiner von Ancon aufgekreuzt war und es draußen dunkel wurde, habe ich mich in ein Taxi gesetzt und zum Hotel bringen lassen. Das war über booking.com reserviert und folglich alles kein Problem.

Ziemlich grummelig kam ich also im Hotel an, denn das Programm ist eng gestrickt und der erste Tour-Baustein schon morgen. Ganz zu schweigen von dem Inlandsflug am Montag.

Um die Geschichte abzukürzen: nach ein bisschen rumtelefonieren und mit Unterstützung der Rezeption vom Hotel ist jetzt alles geregelt. Morgen früh geht’s los zur ersten Expedition in Panama :-) Ich bin mal gespannt und werde natürlich morgen Abend berichten.

Und nun zum Bild des Tages: das entstand nur ein, zwei Minuten vor der Landung in Tocumen, dem internationalen Flughafen von Panama City. Wie man sieht gibt es etliche Hochhäuser in der Stadt und schon allein durch die Lage am Meer ist der Unterschied zu San Jose, Costa Rica, sehr deutlich.

Zum Schluss bleibt mir nur noch die Standard-Bitte um eine kurze Rückmeldung, ob das Logbuch samt Bild in lesbarer Form bei Euch angekommen ist. Morgen erzähle ich dann ausführlicher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


25. März 2013

So langsam entspanne ich mich. Okayyyy, allen, die das Foto von mir in der Hängematte bei Facebook oder Whatsapp gesehen haben, brauch ich das ja nicht mehr zu erzählen. Heute war ein gechillter Tag, wie man so auf Neudeutsch sagt. Und kühl wird’s mir hier grade auch in der Hängematte vor meinem Quartier im westlichen Hochland von Panama. Immerhin bin ich hier auf knapp 1700m Höhe. Bin mal gespannt, wie frisch das diese Nacht wird.
Der Morgen begann wieder mit ein bisschen Hektik. Um viertel nach sieben wollte ich aus dem Hotel auschecken und da war mein Fahrer schon da. So langsam glaube ich, dass man in Panama pünktlich ist. Nach kurzer Fahrt waren wir am Albrook Airport, dem Inlandsflughafen von Panama City. Der ist richtig klein und schnuckelig, und schon ein bisschen lateinamerikanisch unorganisiert. Aber trotzdem war ich um 9:15 mit nur einer Viertelstunde Verspätung in der Luft, um nach David zu fliegen. Zwar mit ner Fokker 50, die jetzt nicht grade zu meinen Lieblingsfliegern gehört, aber doch ein zuverlässiges wenn auch nur mäßig bequemes Arbeitspferd ist. Eine Stunde später waren wir in David.
David ist die zweitgrößte Stadt Panamas, und wenn man so dadurch fährt wirkt das alles doch eher provinziell. Genau. Ich bin jetzt motorisiert und es ist schon ein gutes Gefühl, nicht von Fahrern und Transfers abhängig zu sein. Das gehört für mich auch zum Urlaub, dieses Gefühl von Freiheit auf der Straße... *lach...
Zuerst habe ich mal am erstbesten Supermarkt die Vorräte aufgefüllt. Wasser, ein Sixpack panamaisches Bier und ein paar Chips und Erdnüsse für abends. Dann wollte ich außerdem noch ne Straßenkarte von Panama kaufen, was mir nach ein bisschen suchen ebenfalls gelang, und zum Schluss habe ich auch noch ein AUX-Kabel für's Auto besorgt, in der Annahme, dass ich heute morgen das eigens aus Deutschland mitgebrachte im Koffer in Panama City gelassen hatte. (Ich habe nämlich hier nur kleines Gepäck für fünf Tage dabei.) Naja, Ihr könnt Euch denken, was ich eben in meiner Tasche fand, aber AUX-Kabel kann man ja immer brauchen... *lach...
Dann ging's los - nach Boquete, wo ich die nächsten zwei Tage verbringen werde. Die Entfernung von David nach hier sind nur rund 50km, aber ich habe mir schön Zeit gelassen und bin auch noch einen kleinen Umweg über die Hänge des Volcan Baru, des höchsten Bergs von Panama gefahren, mit schönen Aussichten auf das Bergland der Provinz Chiriqui und auch auf den Ort Boquete.
Wohnen tue ich hier sehr feudal, in der Finca Lerida – das ist eine der zahlreichen Kaffeeplantagen, mit angeschlossenem Hotelbetrieb. Der Nachmittag wurde schön entspannt in der Hängematte verbracht und gegen vier bin ich dann hier auf den Trails ein bisschen rum spaziert, mit Kamera, Fernglas, und natürlich Vogelbestimmungsbuch. Finca Lerida ist nämlich eine der besten Locations zum Vögel beobachten in ganz Panama. Die Ausbeute konnte sich dann auch sehen lassen. Unter anderem mit drei Arten Kolibris. Leider alles sehr schwer zu fotografieren, vor allem, weil es hier in den Hängen, noch dazu teilweise im Wald, schnell dämmerig war.
Trotzdem gab es aber an einigen Stellen tolle Aussichten und damit wären wir beim Bild des Tages - einem Blick auf die Gegend hier. Im Vordergrund sieht man die Reihen von Kaffeebüschen.
Für morgen habe ich mir frühes Aufstehen vorgenommen, um auf Vogelpirsch zu gehen. Hier gibt es nämlich Quetzals (dazu morgen mehr). Leider waren die ornithologischen Führungen hier auf der Finca schon ausgebucht, aber andererseits habe ich auch nicht wirklich Lust, mit 15 anderen Leuten durch den Wald zu talpen. Ich denke, dass ich auch ohne Guide ganz gut zurecht kommen werde.
Morgen nachmittag habe ich vor, eine Führung über die Plantage mitzumachen, und am Spätnachmittag gibt’s dann noch mal Vogelpirsch. Ihr seht – langweilig wird’s hier nicht. Okay, soviel für heute. Ich gehe jetzt zum Abendessen.



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23. März 2013

 

Heute hat sie begonnen, die Reisesaison 2013. Ich bin in Panama... *freu...

Tja, was soll ich sagen? Der Tag heute bestand nur aus Fliegen. Sind ja immerhin über 11 Stunden von Amsterdam nach Panama City. Um kurz vor sechs hat mich mein Vater nach Düsseldorf zum Flughafen gebracht und um kurz vor halb 9 war ich auf dem Weg nach Amsterdam. Der Langstreckenflug war eher unspektakulär. Das Essen an Bord war allerdings echt gut.

Panama City liegt auf der pazifischen Seite des Isthmus von Panama und entsprechend fliegt man erst über das ganze Land drüber bevor man dort landet. Panama ist übrigens nicht besonders groß. Das hat es mit den meisten Ländern Mittelamerikas gemeinsam. Meine letzte Begegnung mit Mittelamerika ist ja inzwischen fast zehn Jahre her. Im Herbst 2003 habe ich Costa Rica erobert und seit dem war ich nicht mehr hier in diesem Teil der Welt.

Einreise und Gepäck abholen ging problemlos und dann bekam der Tourplan den ersten Schluckauf. Eigentlich sollte mich hier am Flughafen jemand von Ancon Expeditions erwarten, der mir die Unterlagen für die ganzen über Ancon gebuchten Programmteile geben sollte. Ich war zwar auf lateinamerikanische Verhältnisse eingestellt, aber als nach anderthalb Stunden warten immer noch keiner von Ancon aufgekreuzt war und es draußen dunkel wurde, habe ich mich in ein Taxi gesetzt und zum Hotel bringen lassen. Das war über booking.com reserviert und folglich alles kein Problem.

Ziemlich grummelig kam ich also im Hotel an, denn das Programm ist eng gestrickt und der erste Tour-Baustein schon morgen. Ganz zu schweigen von dem Inlandsflug am Montag.

Um die Geschichte abzukürzen: nach ein bisschen rumtelefonieren und mit Unterstützung der Rezeption vom Hotel ist jetzt alles geregelt. Morgen früh geht’s los zur ersten Expedition in Panama :-) Ich bin mal gespannt und werde natürlich morgen Abend berichten.

Und nun zum Bild des Tages: das entstand nur ein, zwei Minuten vor der Landung in Tocumen, dem internationalen Flughafen von Panama City. Wie man sieht gibt es etliche Hochhäuser in der Stadt und schon allein durch die Lage am Meer ist der Unterschied zu San Jose, Costa Rica, sehr deutlich.

Zum Schluss bleibt mir nur noch die Standard-Bitte um eine kurze Rückmeldung, ob das Logbuch samt Bild in lesbarer Form bei Euch angekommen ist. Morgen erzähle ich dann ausführlicher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

27. März 2013

Ein komischer Tag war heute. Irgendwie habe ich das Gefühl, nicht wirklich viel getan zu haben. Los ging's mit einem letzten Versuch von Vogelpirsch auf der Finca Lerida. Um kurz nach sechs ging der Wecker und wenig später war ich unterwegs, dieses Mal auf einem anderen Trail als gestern, der darüber hinaus auch von Rolando, der gestern die Plantagenführung  mit uns gemacht hat, empfohlen worden war. Leider war das Wetter noch schlechter als gestern. Nicht nur, dass es stürmte, dazu war's auch bedeckt und immer wieder fielen ein paar Tropfen Regen. Wind ist immer ganz schlecht, wenn's um Vogelbeobachtung geht. Entsprechend gering war dann auch die Ausbeute. Dass das Frühstück heute deutlich besser war als gestern war da nur ein schwacher Trost. Der Quetzal hatte sich also wieder rar gemacht.
Nach dem Frühstück habe ich noch ein bisschen Vögel fotografiert und noch ein bisschen die Hängematte genutzt, denn die späteste Check-out-Zeit war 12 Uhr mittags und die Strecke, die ich heute fahren musste war nicht so wirklich lang. Andererseits kann man auch nicht so besonders schnell fahren. Die Straßen hier in Panama, genauer gesagt in der Provinz Chiriqui, sind zwar gut gebaut, aber vor allem wenn man ein bisschen abseits der im vierspurigen Ausbau begriffenen „Rennstrecke“ David – Boquete unterwegs ist, sind sie schmal, kurvig und mit beträchtlichen Steigungen und Gefällen.
Gegen elf Uhr bin ich von der Finca Lerida aufgebrochen, nicht ganz leichten Herzens, denn es hat mir dort super gefallen und wenn ich nochmal nach Panama komme, dann würde ich den Ort bedenkenlos wieder auf's Programm setzen. Die Weiterreise ging zuerst über Boquete nach Dolega. Auf der Strecke war ich auch gekommen. Spannend war jetzt vor allem zu sehen, wie das Thermometer auf dem Armaturenbrett meines Hyundai mit jedem Meter, den es bergab ging nach oben kletterte. Ich war auf knapp 1700m bei 18 Grad losgefahren und in Dolega auf 250m war ich bei 35 Grad angekommen. Nicht schlecht, oder?
Von Dolega an ging's dann grob in westlicher Richtung weiter bis zu der Straße die wieder in die Berge führte, dieses Mal zum Westhang des Volcan Baru. Und wieder wurde es, je höher ich kam – und je näher meinem Ziel der heutigen Etappe – wieder kälter und dann fing's an zu regnen. Und hat bis jetzt immer noch nicht aufgehört. Gut dass ich vorher noch ein bisschen Sonne tanken konnte. Entsprechend habe ich hier in Guadalupe heute auch nichts mehr unternommen, sondern mich schön mit Laptop, Fernglas und Vogelbestimmungsbuch auf den Balkon hier in der Los Quetzales Eco Lodge gesetzt, und die nassen Vögel im Garten beobachtet. Man mag's glauben oder nicht, aber da sind schon wieder etliche neue Arten dazugekommen. Ich werde nachher mal zählen.
Das Quartier hier ist echt nett, aber ich muss sagen, dass ich es mir irgendwie anders vorgestellt hatte. Es liegt nämlich mitten im Dorf, zwar eine weitläufige Anlage mit Garten, aber eben doch im Ort. Andererseits sind die vogelkundlichen Exkursionen hier im Preis mit drin. Morgen früh hoffe ich, dass ich dann unter Anleitung ein bisschen was zu sehen kriege.
Da der Nachmittag also wie erwähnt eher faul war ist die Ausbeute an Bildmaterial heute eher bescheiden im Vergleich zu den letzten Tagen. Trotzdem gab's natürlich etliche schöne Motive. Ein Blick auf den wolkenverhangenen Baru war mit in die engere Auswahl gekommen, aber ich habe mich dann doch für die drei Erntearbeiter mit ihrem John Deere und der Karre voll Apfelsinen entschieden. Die Fahrt ging nämlich heute über weite Strecken durch Viehweiden und große Orangen-Plantagen. Von Bananen dagegen keine Spur.
So -  ich werde mich jetzt mal auf den Weg zum Abendessen machen und für morgen früh alles arrangieren. Der Schirm geht auf jeden Fall mit zur Rezeption.

P.S. Aktueller Stand: 60 Vogelarten in vier Tagen... Hmmmmmm – mir kommt's vor als wäre ich schon viel länger hier.



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23. März 2013


Heute hat sie begonnen, die Reisesaison 2013. Ich bin in Panama... *freu...

Tja, was soll ich sagen? Der Tag heute bestand nur aus Fliegen. Sind ja immerhin über 11 Stunden von Amsterdam nach Panama City. Um kurz vor sechs hat mich mein Vater nach Düsseldorf zum Flughafen gebracht und um kurz vor halb 9 war ich auf dem Weg nach Amsterdam. Der Langstreckenflug war eher unspektakulär. Das Essen an Bord war allerdings echt gut.

Panama City liegt auf der pazifischen Seite des Isthmus von Panama und entsprechend fliegt man erst über das ganze Land drüber bevor man dort landet. Panama ist übrigens nicht besonders groß. Das hat es mit den meisten Ländern Mittelamerikas gemeinsam. Meine letzte Begegnung mit Mittelamerika ist ja inzwischen fast zehn Jahre her. Im Herbst 2003 habe ich Costa Rica erobert und seit dem war ich nicht mehr hier in diesem Teil der Welt.

Einreise und Gepäck abholen ging problemlos und dann bekam der Tourplan den ersten Schluckauf. Eigentlich sollte mich hier am Flughafen jemand von Ancon Expeditions erwarten, der mir die Unterlagen für die ganzen über Ancon gebuchten Programmteile geben sollte. Ich war zwar auf lateinamerikanische Verhältnisse eingestellt, aber als nach anderthalb Stunden warten immer noch keiner von Ancon aufgekreuzt war und es draußen dunkel wurde, habe ich mich in ein Taxi gesetzt und zum Hotel bringen lassen. Das war über booking.com reserviert und folglich alles kein Problem.

Ziemlich grummelig kam ich also im Hotel an, denn das Programm ist eng gestrickt und der erste Tour-Baustein schon morgen. Ganz zu schweigen von dem Inlandsflug am Montag.

Um die Geschichte abzukürzen: nach ein bisschen rumtelefonieren und mit Unterstützung der Rezeption vom Hotel ist jetzt alles geregelt. Morgen früh geht’s los zur ersten Expedition in Panama :-) Ich bin mal gespannt und werde natürlich morgen Abend berichten.

Und nun zum Bild des Tages: das entstand nur ein, zwei Minuten vor der Landung in Tocumen, dem internationalen Flughafen von Panama City. Wie man sieht gibt es etliche Hochhäuser in der Stadt und schon allein durch die Lage am Meer ist der Unterschied zu San Jose, Costa Rica, sehr deutlich.

Zum Schluss bleibt mir nur noch die Standard-Bitte um eine kurze Rückmeldung, ob das Logbuch samt Bild in lesbarer Form bei Euch angekommen ist. Morgen erzähle ich dann ausführlicher.